AGB

Allge­meine Geschäfts­be­din­gungen (AGB)

  1. Vorbe­mer­kung
  2. Daten­schutz­er­klä­rung
  3. Vermitt­lungs­be­din­gungen
    1. Geltungs­be­reich
    2. Vermitt­lung von Reisen und sons­tigen Leis­tungen für Dritte
    3. Service­ent­gelt
    4. Einbe­zie­hung von AGB der Veran­stalter und Leis­tungs­er­bringer
    5. Pflichten des Kunden
    6. Ausstel­lung und Versand von Flugtickets/Identität der ausfüh­renden Fluggesell-schaften bei gebuchten Flug­leis­tungen
    7. Versi­che­rungen
    8. Zahlung des Preises
    9. Haftung
    10. Streit­bei­le­gungs­ver­fahren vor einer Verbraucher-Schlichtungsstelle
  4. Reise­be­din­gungen
    1. Abschluss des Reise­ver­trages
    2. Leis­tungen sowie Leis­tungs­än­de­rungen
    3. Zahlung des Preises und Aushän­di­gung der Reise­un­ter­lagen
    4. Preis­er­hö­hung
    5. Rück­tritt durch den Kunden vor Reise­be­ginn (Stor­no­kosten) und Umbu­chung
    6. Nicht in Anspruch genom­mene Leis­tungen
    7. Kündi­gung durch uns aus Gründen im Verhalten des Reisenden
    8. Rück­tritt wegen Nicht­er­rei­chens der Mindest­teil­neh­mer­zahl
    9. Mitwir­kungs­pflichten des Kunden
    10. Verjäh­rung / Haftung / Anrech­nung
    11. Pass‑, Visa‑, und Gesund­heits­be­stim­mungen
    12. Infor­ma­ti­ons­pflicht zur Iden­tität des ausfüh­renden Luft­fahrt­un­ter­neh­mens

1. Vorbe­mer­kung

Lieber Reise­kunde,
bitte schenken Sie den nach­ste­henden Infor­ma­tionen Ihre Aufmerk­sam­keit. Hierzu einige Erläu­te­rungen zu wich­tigen nach­fol­gend regel­mäßig verwen­deten Begriffen:

Veran­stalter

Wer – mindes­tens – zwei im Voraus bestimmte einzelne Reise­leis­tungen als Gesamt­heit anbietet (§ 651a BGB), zum Beispiel Hotel und Flug in einer im Voraus bestimmten Bünde­lung. Vertrags­partner werden der Reisende und der Veran­stalter der Reise. Es ist ein Siche­rungs­schein zu erteilen (§ 651k BGB). Das Reise­büro kann – eher ausnahms­weise – auch Veran­stalter der Reise sein.

Vermittler

Derje­nige, der die Reise­leis­tungen zwischen dem Reisenden und dem Veran­stalter / Leis­tungs­träger der Reise vermit­telt (§§ 675, 631 BGB). Das Reise­büro ist in der Regel Vermittler der Reise.

Leis­tungs­träger

Derje­nige, der im Reise­ver­trags­ver­hältnis eine Leis­tung erbringt, also das Hotel, die Flug­ge­sell­schaft etc.

Reise­ver­trags­recht

Das Verbrau­cher­schutz­recht nach § 651a ff. BGB bei der Anbah­nung und Durch­füh­rung einer (Pauschal-) Reise. Regelt das Verhältnis zwischen dem Reisenden und dem Veran­stalter der Reise.

Verbun­dene Reise­leis­tungen

Verbun­dene Reise­leis­tungen liegen vor, wenn der Reisende über einen Vermittler zwei verschie­dene Leis­tungen für dieselbe Reise bucht, jedoch sepa­rate Verträge mit den jewei­ligen Leis­tungs­trägen entstehen, bei einem Kontakt mit dem Reise­ver­mittler oder durch Vertrags­schluss inner­halb von 24 Stunden durch gezielte Vermitt­lung des Reise­ver­mitt­lers.

Sofern Sie einzelne Leis­tungen, wie zum Beispiel Beför­de­rung oder Unter­kunft separat buchen (einzeln oder in Form einer sog. verbun­denen Reise­leis­tung), beachten Sie bitte auch die Allge­meinen Geschäfts­be­din­gungen des jewei­ligen Leis­tungs­trä­gers. Soweit Sie eine Pauschal­reise buchen, sind die Allge­meinen Geschäfts­be­din­gungen des Reise­ver­an­stal­ters zu beachten, bei dem Sie die Reise gebucht haben.

Sofern Sie über diese Website / oder in unserem Büro eine Pauschal­reise buchen, beachten Sie bitte unsere Vermitt­lungs­be­din­gungen.

Möchten Sie eine von uns ange­bo­tene Pauschal­reise buchen, beachten Sie bitte unsere allge­meinen Reise­be­din­gungen. Die Allge­meinen Geschäfts­be­din­gungen der anderen Veran­stalter bzw. Leis­tungs­träger werden Ihnen bei dem jewei­ligen Buchungs­vor­gang verfügbar gemacht.

2. Daten­schutz­er­klä­rung

Bitte beachten Sie auch unsere Daten­schutz­er­klä­rung für diese Webseite, die auch ergän­zend zu den nach­ste­henden Bestim­mungen gilt.

Nach­ste­hend finden Sie unter:
3. unsere Vermitt­lungs­be­din­gungen für die Fälle, in denen wir Vermittler der Reise bzw. Leis­tung sind,
4. unsere Reise­be­din­gungen für die Fälle, in den wir selbst Veran­stalter der Reise sind.

3. Vermitt­lungs­be­din­gungen

3.1 Geltungs­be­reich

Diese nach­fol­genden Vermitt­lungs­be­din­gungen gelten für unsere Vermitt­lungs­leis­tungen. Der Nutzer der Website kann hier die Verfüg­bar­keit von Reisen und sons­tigen Leis­tungen entspre­chend seinen Wünschen und Angaben unter­su­chen und Reisen sowie andere Leis­tungen buchen. Des Weiteren stehen allge­meine Reise­infor­ma­tionen und ‑hinweise zur Verfü­gung.

3.2 Vermitt­lung von Reisen und sons­tigen Leis­tungen für Dritte

Wir treten als Vermittler zwischen dem Veran­stalter von (Pauschal-) Reisen sowie sons­tigen Leis­tungs­trä­gern von Leis­tungen und dem Kunden (Nutzer dieser Website) auf und sind nicht als Vertrags­partner an der Erbrin­gung der Reise­leis­tung betei­ligt. Unsere vertrag­liche Verpflich­tung beschränkt sich daher auf die Vermitt­lung der ange­bo­tenen und vorhan­denen Reisen oder Leis­tungen. Anderes gilt nur, wenn wir im Angebot von Leis­tungen als Veran­stalter benannt oder gekenn­zeichnet sind; in diesem Fall gelten unsere unter Punkt 4 gere­gelten Reise­be­din­gungen.

Die von uns im Internet darge­stellten Ange­bote stellen KEIN verbind­li­ches Vertrags­an­gebot von uns oder des jewei­ligen Veran­stal­ters bzw. Leis­tungs­trä­gers dar. Mit der Eingabe seiner Daten und dem Absenden des Online-Buchungsformulars gibt der Kunde aber ein verbind­li­ches Vertrags­an­gebot ab. Das Vertrags­ver­hältnis kommt zustande, wenn dem Kunden eine Annah­me­er­klä­rung zugeht. Even­tuell von uns erklärte Empfangs­be­stä­ti­gungen (d.h. die bloße Bestä­ti­gung, den Vermitt­lungs­auf­trag erhalten zu haben), stellen keine Annahme des Ange­botes dar. Der Vertrag mit dem Kunden kommt bei einer verfüg­baren Reise oder Leis­tung mit dem Veran­stalter oder Leis­tungs­er­bringer zustande, wenn dieser die Annahme des Ange­bots des Kunden erklärt.

Wir über­nehmen keinerlei Haftung für die Durch­füh­rung der auf der Website präsen­tierten oder gebuchten Reiseleistungen/Angebote und geben keine Zusi­che­rungen für die Eignung oder Qualität der auf der Website darge­stellten Reiseleistungen/ Ange­bote. Verant­wort­lich dafür ist der jewei­lige Veranstalter/ Leis­tungs­träger, mit dem der Kunde den Vertrag schließt.

3.3 Service­ent­gelt

Der Kunde beauf­tragt uns im Rahmen eines Geschäfts­be­sor­gungs­ver­trages damit, ihn im Hinblick auf die Leis­tungen der Veran­stalter bzw. Leis­tungs­träger zu beraten und ihm diese vermit­teln. Zum Teil werden hierfür Service­ent­gelte erhoben.

Das Service­ent­gelt ist zusätz­lich zu den Ansprü­chen der Veran­stalter bzw. Leis­tungs­träger zu zahlen und sofort fällig. Im Rahmen der Vermitt­lung von Pauschal­reisen hat der Kunde nur für in der Preis­liste aufge­führte Sonder­leis­tungen des Vermitt­lers ein Service­ent­gelt zu entrichten, es sei denn, es wird indi­vi­duell etwas anderes verein­bart.

3.4 Einbe­zie­hung von AGB der Veran­stalter und Leis­tungs­er­bringer

Für das Vertrags­ver­hältnis zwischen dem Kunden und dem Veran­stalter bzw. Leis­tungs­träger gelten die dort verein­barten Vertrags­be­din­gungen und die Allge­meinen Geschäfts­be­din­gungen (AGB) des jewei­ligen Veran­stal­ters bzw. Leis­tungs­trä­gers bzw. deren Leis­tungs­träger. Diese Vertrags­be­din­gungen und die Allge­meinen Geschäfts­be­din­gungen (AGB) werden in den einzelnen Leis­tungs­aus­schrei­bungen benannt und verfügbar gemacht. Darin können z. B. Zahlungs­be­din­gungen, Bestim­mungen über Fällig­keit, Haftung, Stor­nie­rung, Umbu­chung und Rück­zah­lung sowie andere Rechte und Pflichten gere­gelt sein. Der Kunde ist verpflichtet sich, sich bezüg­lich des genauen Inhalts der anwend­baren Vertrags­be­din­gungen und Allge­meinen Geschäfts­be­din­gungen (AGB) in den ange­bo­tenen Infor­ma­ti­ons­quellen, insbe­son­dere soweit diese durch Wieder­gabe auf der Website ange­boten werden, zu unter­richten. Auf die Unkenntnis ihm auf diesem Weg in zumut­barer Weise verfügbar gemachter Vertrags­be­din­gungen und AGB kann sich der Kunde nicht berufen.

3.5 Pflichten des Kunden

Der Kunde ist verpflichtet, die ihm von uns über­ge­benen Vertrags- und Reise­un­ter­lagen des vermit­telten Reise­ver­an­stal­ters / Leis­tungs­trä­gers, insbe­son­dere Buchungs­be­stä­ti­gungen, Flug­scheine, Hotel­gut­scheine, Visa, Versi­che­rungs­scheine und sons­tige Reise­un­ter­lagen, auf Rich­tig­keit und Voll­stän­dig­keit, insbe­son­dere auf die Über­ein­stim­mung mit der Buchung und dem Vermitt­lungs­auf­trag, zu über­prüfen. Sie sind verpflichtet, uns erkenn­bare Fehler, Abwei- chungen, fehlende Unter­lagen oder sons­tige Unstim­mig­keiten unver­züg­lich zu unter­richten. Kommen Sie dieser Pflicht nicht nach, so kann eine Scha­dens­er­satz­ver­pflich­tung unse­rer­seits eines hieraus Ihnen entste­henden Scha­dens nach den gesetz­li­chen Bestim­mungen über die Scha­dens­min­de­rungs­pflicht (§ 254 BGB) einge­schränkt oder ganz ausge­schlossen sein.

Eben­falls sind sons­tige Mängel unserer Vermitt­lungs­leis­tung uns gegen­über unver­züg­lich anzu­zeigen. Uns ist Gele­gen­heit zur Abhilfe zu geben. Unter­bleibt diese Anzeige schuld­haft, entfallen jedwede Ansprüche des Kunden aus dem Vermitt­lungs­ver­trag, soweit eine zumut­bare Abhilfe durch uns möglich gewesen wäre. Unbe­rührt bleiben Ansprüche aus delik­ti­scher Haftung.

Wir gelten als vom Reise­ver­an­stalter bevoll­mäch­tigt, Mängel­an­zeigen sowie andere Erklä­rungen des Reisenden bzgl. der Erbrin­gung der Reise­leis­tungen entge­gen­zu­nehmen und werden diesen unver­züg­lich von Ihren Mängel­an­zeigen und Erklä­rungen in Kenntnis zu setzen. Zur Prüfung der Mängel­an­zeige auf Rich­tig­keit oder eine Bera­tung bzgl. etwaiger Ansprüche sind wir weder verpflichtet noch berech­tigt.

3.6 Ausstel­lung und Versand von Flugtickets/Identität der ausfüh­renden Flug­ge­sell­schaften bei gebuchten Flug­leis­tungen

Grund­sätz­lich werden Flug­ti­ckets spätes­tens 14 Tage vor Abflug ausge­stellt und entspre­chend der gewählten Versandart an den Reisenden zuge­stellt oder über­geben. Dies gilt nur, soweit die entspre­chende Airline als Reise­an­bieter keine ander­wei­tigen Ausstel­lungs­fristen vorge­geben hat. Wir können auf Ihren Wunsch Flug­ti­ckets auch früher ausstellen, wobei darauf hinge­wiesen wird, dass ab Ausstel­lung im Falle einer Stor­nie­rung oder eines Umbu­chungs­wun­sches des Reisenden, durch den Anbieter Storno-/Umbuchungsgebühren in Höhe von bis zu 100% des Reise­preises anfallen können. Ein recht­li­cher Anspruch auf Aushän­di­gung besteht erst zum Abflugtag. Der Reisende hat zu beachten, dass nach Ausstel­lung der Tickets im Falle einer Stornierung/Umbuchung zuzüg­lich zu den von den Anbie­tern ggf. erho­benen Storno-/Umbuchungsgebühren eine Bear­bei­tungs­ge­bühr durch uns erhoben wird.

Sofern die Flug­ge­sell­schaft anstelle eines Tickets in Papier­form ein elek­tro­ni­sches Ticket („E‑Ticket“) anbietet, wird im Regel­fall ein elek­tro­ni­scher Buchungs­code in Text­form (meist per E‑Mail) über­mit­telt. Dieser ist vom Reisenden beim Check-In zusammen mit einem Iden­ti­fi­ka­ti­ons­do­ku­ment (Perso­nal­aus­weis bzw. Reise­pass) vorzu­legen.

Gemäß der EU-Verordnung VO 2111/05 weisen wir hiermit auf die Verpflich­tung des Reise­ver­mitt­lers hin, den Reisenden über die Iden­tität der ausfüh­renden Flug­ge­sell­schaft für alle Beför­de­rungs­leis­tungen auf dem Hin- und Rück­flug vor Vertrags­schluss zu infor­mieren, sofern die Flug­ge­sell­schaft bereits vor Vertrags­schluss fest­steht. Wir verweisen inso­weit auf die Angaben in der jewei­ligen Leis­tungs­be­schrei­bung über die einge­setzten Flug­ge­sell­schaften. Soweit die Flug­ge­sell­schaft noch nicht fest­steht, infor­mieren wir Sie vor Vertrags­schluss über die Flug­ge­sell­schaft, die voraus­sicht­lich den Flug durch­führen wird. Sobald die Flug­ge­sell­schaft fest­steht, werden wir sicher­stellen, dass Ihnen die Infor­ma­tionen hier­über so rasch wie möglich zugehen. Dies gilt auch für jede etwaige Ände­rung bei den die Flug­leis­tung ausfüh­renden Flug­ge­sell­schaften.

3.7 Versi­che­rungen

Wir weisen auf die Möglich­keit und etwaige Notwen­dig­keit des Abschlusses von geeig­neten Versi­che­rungen, insbe­son­dere einer Reise­rück­tritts­kos­ten­ver­si­che­rung und/oder einer Versi­che­rung zur Deckung der Rück­füh­rungs­kosten bei Unfall oder Krank­heit, einer Reise­ge­päck­ver­si­che­rung, einer Auslands­kran­ken­ver­si­che­rung, hin.

Die Prüfung der Notwen­dig­keit des Abschlusses und der Eignung einer der genannten oder weiteren Versi­che­rungen obliegt ausschließ­lich dem Kunden.

3.8 Zahlung des Preises

Soweit wir Reise- oder sons­tige Leis­tungen in Rech­nung stellen und dies­be­züg­liche Zahlungen einziehen, geschieht dies im Namen und für Rech­nung des jewei­ligen Veran­stal­ters bzw. Leis­tungs­trä­gers. Unbe­rührt bleiben die Rechte zur Einzie­hung uns zuste­hender Service­ent­gelte.

Die Zahlungs­be­din­gungen richten sich nach den Allge­meinen Geschäfts­be­din­gungen (AGB) sowie sons­tigen Rege­lungen des jewei­ligen Veran­stal­ters bzw. Leis­tungs­trä­gers. Soweit wir Zahlungen für Veran­stalter einer Pauschal­reise entge­gen­nehmen, so dürfen wir vor Ende der Reise erst nach Ertei­lung des Siche­rungs­scheines im Sinne von § 651 r Abs. 4 BGB Zahlungen auf den Reise­preis fordern und annehmen. Bei Vermitt­lung verbun­dener Reise­leis­tungen dürfen wir erst Zahlungen entge­gen­nehmen, wenn wir für die nach § 651 w Abs. 3 BGB erfor­der­liche Kunden­geld­ab­si­che­rung gesorgt und Ihnen den dazu­ge­hö­rigen Siche­rungs­schein ausge­hän­digt haben.

Wir behalten uns vor, etwaige Rück­be­las­tungs­ent­gelte bei Kredit­kar­ten­zah­lung oder bei Bank­last­schrift an den Kunden weiter zu berechnen.

3.9 Haftung

Wir haften nicht für den Vermitt­lungs­er­folg oder die Erbrin­gung der Leis­tung selbst, sondern nur dafür, dass die Vermitt­lung mit der erfor­der­li­chen Sorg­falt vorge­nommen wird. Bei der Ertei­lung von Hinweisen und Auskünften im Rahmen des Gesetzes haften wir für die sorg­fäl­tige Auswahl der Infor­ma­ti­ons­quelle und die korrekte Weiter­gabe an den Kunden. Eine Haftung für die Rich­tig­keit erteilter Auskünfte besteht gemäß § 676 BGB nicht. Dies gilt nicht, wenn ein beson­derer Auskunfts­ver­trag abge­schlossen wurde bzw. es eine ausdrück­liche gesetz­liche Infor­ma­ti­ons­pflicht besteht.

Wir sind in dem uns zumut­baren Umfang bemüht sicher­zu­stellen, dass die auf der Website verfüg­baren Infor­ma­tionen, Soft­ware und sons­tigen Daten, insbe­son­dere in Bezug auf Preise, Beschrän­kungen und Termine, zum Zeit­punkt der Veröf­fent­li­chung aktuell, voll­ständig und richtig sind.

Wir über­nehmen keinerlei Gewähr für die Rich­tig­keit, Voll­stän­dig­keit und Zuver­läs­sig­keit sowie Zuläs­sig­keit von fremden Inhalten, es sei denn, es treffen uns dies­be­züg­lich gesetz­liche Haftungs­gründe.

Wir haften nicht für den nicht von uns zu vertre­tenden Verlust, Unter­gang oder Beschä­di­gung der Unter­lagen im Zusam­men­hang mit der Versen­dung. Die einzelnen Angaben zu den (Pauschal-) Reisen und Leis­tungen beruhen auf den Angaben der Veran­stalter bzw. Leis­tungs­träger. Diese stellen keine Zusi­che­rung von unserer Seite dar. Sämt­liche auf der Website präsen­tierten Leis­tungen sind nur begrenzt verfügbar. Wir haften nicht für die Verfüg­bar­keit einer Leis­tung zum Zeit­punkt der Buchung. Dies gilt nicht, soweit uns fehler­hafte oder unrich­tige Angaben bekannt waren oder bei Anwen­dung handels- und bran­chen­üb­li­cher Sorg­falt bekannt sein mussten. Inso­weit ist die Haftung von uns für das Kennen müssen solcher Umstände jedoch auf Fälle von Vorsatz oder grober Fahr­läs­sig­keit beschränkt.

3.10 Streit­bei­le­gungs­ver­fahren vor einer Verbraucher-Schlichtungsstelle

Der Vermittler ist nicht zur Teil­nahme an Streit­bei­le­gungs­ver­fahren vor einer Verbraucher-Schlichtungsstelle verpflichtet und nimmt an einem Streit­bei­le­gungs­ver­fahren vor einer Verbraucher-Schlichtungsstelle auch nicht teil.

4. Reise­be­din­gungen

Vormer­kung:

Bitte beachten Sie, dass diese nach­ste­henden Reise­be­din­gungen nur für die Fälle Anwen­dung finden, in den wir Veran­stalter der von Ihnen gebuchten Reise im Sinne des § 651a Abs. 1 BGB sind. Lesen Sie bitte hierzu insbe­son­dere auch die im Teil A) Vorbe­mer­kungen nieder­ge­legten Erläu­te­rungen, unter welchen Voraus­set­zungen die Veran­stal­tung einer (Pauschal-) Reise vorliegt.

4.1 Abschluss des Reise­ver­trages

Mit der Anmel­dung bietet der Kunde uns als Veran­stalter den Abschluss eines Reise­ver­trages verbind­lich an. Die Anmel­dung erfolgt unter Nutzung der dafür vorge­se­henen Buchungs­rou­tine im Internet. Ledig­lich in den Fällen, in denen dies ausdrück­lich in der Reise­be­schrei­bung, der Buchungs­rou­tine, dem Katalog, oder dem Prospekt nieder­ge­legt ist, kann die Anmel­dung in der dort benannten Form auch schrift­lich, münd­lich, fern­münd­lich, per Telefax bzw. Email erfolgen.

Die von uns im Internet oder in sons­tigen der Buchung zugrunde liegenden Beschrei­bungen der Reise­leis­tungen darge­stellten Ange­bote stellen KEIN verbind­li­ches Vertrags­an­gebot dar. Mit der Eingabe seiner Daten und dem Absenden des Online-Buchungsformulars gibt der Kunde ein verbind­li­ches Vertrags­an­gebot ab. Die Anmel­dung erfolgt durch den Kunden auch für alle in der Anmel­dung aufge­führten Teil­nehmer, für deren Vertrags­ver­pflich­tungen der Kunde wie für seine eigenen Verpflich­tungen einsteht, sofern er eine entspre­chende geson­derte Verpflich­tung durch ausdrück­liche und geson­derte Erklä­rung über­nommen hat.

Even­tuell von uns erklärte Empfangs­be­stä­ti­gungen (d.h. die bloße Bestä­ti­gung, den Vermitt­lungs­auf­trag erhalten zu haben), stellen keine Annahme des Ange­botes dar.

Der Vertrag kommt mit der Annahme durch uns zustande. Die Annahme bedarf keiner bestimmten Form, erfolgt aber in der Regel bei Buchungen im Internet durch eine elek­tro­nisch über­mit­telte Annah­me­er­klä­rung. Bei oder unver­züg­lich nach Vertrags­schluss stellen wir die Reise­be­stä­ti­gung zur Verfü­gung.

4.2 Leis­tungen sowie Leis­tungs­än­de­rungen

Allein maßgeb­lich für die vom Veran­stalter geschul­dete Leis­tung sind die Leis­tungs­be­schrei­bung im Internet und der Inhalt der Reise­be­stä­ti­gung. Andere Beschrei­bungen der Reise­leis­tungen einschließ­lich der dortigen Preis­an­gaben werden nur und ledig­lich inso­weit Vertrags­be­stand­teil, wie in der im Internet veröf­fent­li­chen Leis­tungs­be­schrei­bung darauf ausdrück­lich Bezug genommen wird. Unbe­rührt bleiben mit dem Kunden wirksam getrof­fene zusätz­liche Verein­ba­rungen.

Ände­rungen und Abwei­chungen wesent­li­cher Reise­leis­tungen von dem verein­barten Inhalt des Reise­ver­trages, die nach Vertrags­schluss notwendig werden und die von uns nicht wider Treu und Glauben herbei­ge­führt wurden, sind nur gestattet, soweit sie nicht erheb­lich sind und den Gesamt­zu­schnitt der gebuchten Reise nicht beein­träch­tigen.

Even­tu­elle Gewähr­leis­tungs­an­sprüche bleiben unbe­rührt, soweit die geän­derten Leis­tungen mit Mängeln behaftet sind.

Wir sind verpflichtet, den Kunden über Leis­tungs­än­de­rungen oder ‑abwei­chungen unver­züg­lich in Kenntnis zu setzen.

Im Falle einer Ände­rung einer wesent­li­chen Reise­leis­tung ist der Kunde berech­tigt, ohne Kosten vom Reise­ver­trag zurück­zu­treten oder die Teil­nahme an einer mindes­tens gleich­wer­tigen Reise zu verlangen, wenn wir in der Lage sind, eine solche Reise ohne Mehr­preis für den Reisenden aus unserem Angebot anzu­bieten. Der Reisende hat diese Rechte unver­züg­lich nach unserer Erklä­rung über die Ände­rung der Reise­leis­tung uns gegen­über geltend zu machen.

4.3 Zahlung des Preises und Aushän­di­gung der Reise­un­ter­lagen

Vor Ende der Reise dürfen wir erst nach Ertei­lung des Siche­rungs­scheines im Sinne von § 651 r Abs. 4 BGB Zahlungen auf den Reise­preis fordern und annehmen. Eine Anzah­lung fordern wir erst nach Über­mitt­lung des Siche­rungs­scheines in Höhe von bis zu 20% des Reise­preises. Die Anzah­lung wird auf den Preis ange­rechnet. Die Rest­zah­lung wird drei Wochen vor Reise­an­tritt bei uns einge­hend fällig, sofern der Siche­rungs­schein über­geben ist und die Reise nicht mehr aus dem in Ziffer 8.2 genannten Grund abge­sagt werden kann.

Dauert die Reise nicht länger als 24 Stunden, schließt sie keine Über­nach­tung ein und über­steigt der Reis­preis EUR 75,- nicht, so darf der volle Reise­preis auch ohne Aushän­di­gung eines Siche­rungs­scheines verlangt werden.

Sie erhalten recht­zeitig vor Reise­be­ginn sämt­liche Reise­un­ter­lagen ausge­hän­digt. Falls aus zeit­li­chen Gründen die Zusen­dung der Origi­nal­un­ter­lagen nicht möglich ist, werden wir Ihnen die Voucher oder Ihre Legi­ti­ma­tion per Fax, Email, münd­lich oder in ansonsten geeig­neter Weise über­mit­teln.

4.4 Preis­er­hö­hung

Wir behalten uns vor, den mit dem Reise­ver­trag verein­barten Preis im Falle der Erhö­hung der Beför­de­rungs­kosten oder der Abgaben für bestimmte Leis­tungen, wie Hafen- oder Flug­ha­fen­ge­bühren, oder einer Ände­rung der für die betref­fende Reise geltenden Wech­sel­kurse entspre­chend wie folgt zu ändern:

Erhöhen sich die bei Abschluss des Reise­ver­trages bestehenden Beför­de­rungs­kosten, insbe­son­dere die Treib­stoff­kosten, so können wir den Reise­preis nach Maßgabe der nach­fol­genden Berech­nung erhöhen:

  • Bei einer auf den Sitz­platz bezo­genen Erhö­hung können wir vom Reisenden den Erhö­hungs­be­trag verlangen.
  • In anderen Fällen werden die vom Beför­de­rungs­un­ter­nehmen pro Beför­de­rungs­mittel gefor­derten zusätz­li­chen Beför­de­rungs­kosten durch die Zahl der Sitz­plätze des verein­barten Beför­de­rungs­mit­tels geteilt. Den sich so erge­benden Erhö­hungs­be­trag für den Einzel­platz können wir vom Reisenden verlangen.

Werden die bei Abschluss des Reise­ver­trages bestehenden Abgaben, wie Hafen- oder Flug­ha­fen­ge­bühren, gegen­über uns erhöht, so kann der Reise­preis um den entspre­chenden, antei­ligen Betrag herauf­ge­setzt werden.

Eine Erhö­hung ist nur zulässig, sofern zwischen Vertrags­schluss und dem verein­barten Reise­termin mehr als 4 Monate liegen und die zur Erhö­hung führenden Umstände vor Vertrags­schluss noch nicht einge­treten sowie bei Vertrags­schluss für uns nicht vorher­sehbar waren.

Im Fall einer nach­träg­li­chen Ände­rung des Reise­preises haben wir den Reisenden unver­züg­lich davon in Kenntnis zu setzen. Eine einsei­tige Preis­er­hö­hung ist nur zulässig, wenn sie 8% des Reise­preises nicht über­steigt und nur bis zum 21. Tag vor dem verein­barten Reis­termin verlangt wird. Bei Preis­er­hö­hungen um mehr als 8% ist der Reisende berech­tigt, ohne Kosten vom Reise­ver­trag zurück­zu­treten oder die Teil­nahme an einer mindes­tens gleich­wer­tigen anderen Reise zu verlangen, wenn wir in der Lage sind, eine solche Reise ohne Mehr­preis für den Reisenden aus unserem Angebot anzu­bieten.

Der Reisende hat diese Rechte unver­züg­lich nach unserer Erklä­rung über die Ände­rung des Reise­preises uns gegen­über geltend zu machen.

Der Reisende kann eine Senkung des Reise­preises verlangen, wenn und soweit sich die in Ziff. 4.1. und 4.2. genannten Preise, Abgaben oder Wech­sel­kurse nach Vertrags­schluss und vor Reise­be­ginn geän­dert haben und dies zu nied­ri­geren Kosten für den Veran­stalter führt. Hat der Reisende mehr als den hier­nach geschul­deten Betrag gezahlt, ist der Mehr­be­trag vom Reise­ver­an­stalter zu erstatten. Der Veran­stalter darf von dem zu erstat­tenden Mehr­be­trag die ihm tatsäch­lich entstan­denen Verwal­tungs­aus­gaben abziehen. Er hat dem Reisenden auf dessen Verlangen nach­zu­weisen, in welcher Höhe Verwal­tungs­aus­gaben entstanden sind.

4.5 Rück­tritt durch den Kunden vor Reise­be­ginn (Stor­no­kosten) und Umbu­chung

Sie können jeder­zeit vor Reise­be­ginn von der Reise zurück­treten. Es wird empfohlen, den Rück­tritt schrift­lich zu erklären. Der Veran­stalter verliert den Anspruch auf den Reise­preis, soweit der Kunde vor Reise­be­ginn zurück­tritt oder die Reise nicht antritt. Bei Rück­tritt oder Nicht­an­tritt der Reise kann der Veran­stalter Ersatz für die getrof­fenen Reise­vor­keh­rungen und für seine Aufwen­dungen verlangen, soweit der Rück­tritt nicht von ihm zu vertreten ist oder ein Fall höherer Gewalt vorliegt. Bei der Berech­nung des Ersatz­an­spru­ches sind gewöhn­lich ersparte Aufwen­dungen und gewöhn­lich mögliche ander­wei­tige Verwen­dungen der Reise­leis­tungen zu berück­sich­tigen. Der Veran­stalter kann diesen Ersatz­an­spruch unter Berück­sich­ti­gung der nach­ste­henden Glie­de­rung nach der Nähe des Zeit­punktes des Rück­tritts zum vertrag­lich verein­barten Reise­be­ginn in einem prozen­tualen Verhältnis zum Reise­preis pauschal pro Person wie folgt berechnen:

  • bei Flug­pau­schal­reisen:
    • bis zum 30. Tag vor Reise­an­tritt 20%
    • ab dem 29. bis 22. Tag vor Reise­an­tritt 30%
    • ab dem 21. bis 15. Tag vor Reise­an­tritt 40%
    • ab dem 14. bis 7. Tag vor Reise­an­tritt 50%
    • ab dem 6. Tag vor Reise­an­tritt 55%
    • ab Nicht­an­tritt 75%
  • bei Kreuz­fahrten:
    • bis zum 30. Tag vor Reise­an­tritt 25%
    • ab dem 29. bis 22. Tag vor Reise­an­tritt 40%
    • ab dem 21. bis 15. Tag vor Reise­an­tritt 60%
    • ab dem 14. vor Reise­an­tritt 80%

Dem Kunden bleibt es unbe­nommen, uns nach­zu­weisen, dass uns kein oder ein wesent­lich gerin­gerer Schaden entstanden ist, als die von uns gefor­derte Pauschale.

Wir empfehlen drin­gend den Abschluss einer Reise­rück­tritts­kos­ten­ver­si­che­rung.

Auf Umbu­chungen (z. B. Ände­rungen des Reise­ter­mins, des Reise­ziels, des Ortes des Reise­an­tritts, der Beför­de­rungsart, der Unter­kunft, o.ä.) besteht kein Anspruch. Erfüllen wir den Umbu­chungs­wunsch gleich­wohl werden pauschal EUR 25,- pro Person (bei Nur-Flug-Leistungen EUR 15,- pro Person) berechnet.

4.6 Nicht in Anspruch genom­mene Leis­tungen

Bei nicht in Anspruch genom­menen ordnungs­gemäß ange­bo­tenen Leis­tungen wegen vorzei­tiger Rück­reise oder sons­tigen zwin­genden Gründen, werden wir uns bei den Leis­tungs­trä­gern um Erstat­tung der ersparten Aufwen­dungen bemühen. Die Verpflich­tung entfällt, wenn es sich um völlig uner­heb­liche Leis­tungen handelt oder wenn gesetz­liche oder behörd­liche Bestim­mungen entge­gen­stehen.

4.7 Kündi­gung durch uns aus Gründen im Verhalten des Reisenden

Wir können nach dem Antritt der Reise den Reise­ver­trag ohne Einhal­tung einer Frist kündigen, wenn Sie die Durch­füh­rung der Reise unge­achtet einer Abmah­nung nach­haltig stören oder Sie sich in solchem Maße vertrags­widrig verhalten, dass die sofor­tige Auflö­sung des Vertrages gerecht­fer­tigt ist. Trotz unserer Kündi­gung behalten wir den Anspruch auf den vollen Reise­preis; wir müssen uns jedoch den Wert der ersparten Aufwen­dungen sowie dieje­nigen Vorteile anrechnen lassen, die wir aus der ander­wei­tigen Verwer­tung der nicht in Anspruch genom­menen Leis­tung erlangen, einschließ­lich der von unseren Leis­tungs­trä­gern gutge­brachten Beträge.

4.8 Rück­tritt wegen Nicht­er­rei­chens der Mindest­teil­neh­mer­zahl

Wegen Nicht­er­rei­chens der Mindes­teil­neh­mer­zahl können wir nur dann zurück­treten, wenn

  • in der Reise­aus­schrei­bung der betrof­fenen Reise die Mindest­teil­neh­mer­zahl und der Zeit­punkt, bis zu welchem vor Reise­be­ginn die Rück­tritts­er­klä­rung beim Reisenden zuge­gangen sein muss, benannt wurde und
  • auf diese Angaben in der Reise­be­stä­ti­gung deut­lich lesbar hinge­wiesen wurde.

Ein Reise­rück­tritt muss spätes­tens bei einer Reise­dauer von mehr als sechs Tagen 20 Tage, bei einer Reise­dauer von zwei bis höchs­tens sechs Tagen 7 Tage und bei einer Reise­dauer von weniger als zwei Tagen 48 Stunden – jeweils vor Reise­be­ginn – erklärt werden. Ist bereits zu einem früheren Zeit­punkt ersicht­lich, dass die Mindest­teil­neh­mer­zahl nicht erreicht werden kann, erfolgt die Ausübung des Rück­tritts­rechts unver­züg­lich.

Wird die Reise wegen des Rück­tritts nicht durch­ge­führt, wird die geleis­tete Zahlung inner­halb von 14 Tagen zurück­er­stattet.

4.9 Mitwir­kungs­pflichten des Kunden

Sie sind verpflichtet, bei Leis­tungs­stö­rungen im Rahmen der gesetz­li­chen Bestim­mungen mitzu­wirken, um even­tu­elle Schäden zu vermeiden oder gering zu halten.

Sie sind insbe­son­dere verpflichtet, Ihre Bean­stan­dungen unver­züg­lich der örtli­chen Reise­lei­tung zur Kenntnis zu geben. Diese ist beauf­tragt, für Abhilfe zu sorgen, sofern dies möglich ist. Besteht eine örtliche Reise­lei­tung nicht, ist das Abhil­fe­ver­langen an uns direkt zu richten.

Wird eine Reise infolge eines Mangels erheb­lich beein­träch­tigt und leistet der Veran­stalter inner­halb einer ange­mes­senen Frist keine Abhilfe, kann der Reisende im Rahmen der gesetz­li­chen Bestim­mungen den Reise­ver­trag – in seinem eigenen Inter­esse und aus Beweis­si­che­rungs­gründen wird Schrift­form empfohlen – kündigen. Dasselbe gilt, wenn dem Reisenden die Reise infolge eines Mangels aus wich­tigem, dem Veran­stalter erkenn­barem Grund nicht zuzu­muten ist. Der Bestim­mung einer Frist für die Abhilfe bedarf es nur dann nicht, wenn Abhilfe unmög­lich ist oder von dem Veran­stalter verwei­gert wird oder wenn die sofor­tige Kündi­gung des Vertrages durch ein beson­deres Inter­esse des Reisenden gerecht­fer­tigt ist. Wird der Vertrag danach aufge­hoben, behält der Reisende den Anspruch auf Rück­be­för­de­rung. Er schuldet dem Veran­stalter nur den auf die in Anspruch genom­menen Leis­tungen entfal­lenden Teil des Reise­preises, sofern diese Leis­tungen für ihn von Inter­esse waren.

Schäden oder Zustel­lungs­ver­zö­ge­rungen von Reise­ge­päck und Gütern bei Flug­reisen bittet der Veran­stalter unver­züg­lich an Ort und Stelle, spätes­tens jedoch binnen sieben Tagen nach Entde­ckung des Scha­dens bei Reise­ge­päck, bei Gütern binnen 14 Tagen seit der Annahme, im Falle einer Verspä­tung spätes­tens 21 Tage, nachdem das Gepäck oder die Güter dem Reisenden zur Verfü­gung gestellt worden sind, mittels Scha­dens­an­zeige (P.I.R.) der zustän­digen Flug­ge­sell­schaft anzu­zeigen. Flug­ge­sell­schaften lehnen in der Regel Erstat­tungen ab, wenn die Scha­den­an­zeige nicht ausge­füllt worden ist. Im Übrigen ist der Verlust, die Beschä­di­gung oder die Fehl­lei­tung von Reise­ge­päck der Reise­lei­tung oder der örtli­chen Vertre­tung des Veran­stal­ters anzu­zeigen.

4.10 Verjährung/ Haftung/ Anrech­nung

Die Ansprüche des Reisenden – ausge­nommen Körper­schäden – nach § 651i Abs. 3 BGB (Abhilfe, Kündi­gung, Minde­rung, Scha­dens­er­satz) verjähren in zwei Jahren. Die Verjäh­rungs­frist beginnt mit dem Tage, an dem die Pauschal­reise dem Vertrag nach enden sollte. Ansprüche aus uner­laubter Hand­lung unter­liegen der gesetz­li­chen Verjäh­rungs­frist.

Die vertrag­liche Haftung des Veran­stal­ters für Schäden, die nicht Körper­schäden sind, ist auf den drei­fa­chen Reise­preis beschränkt, soweit ein Schaden des Reisenden weder vorsätz­lich noch grob fahr­lässig herbei­ge­führt wird, oder soweit der Veran­stalter für einen dem Reisenden entste­henden Schaden allein wegen eines Verschul­dens eines Leis­tungs­trä­gers verant­wort­lich ist.

Gelten für eine von einem Leis­tungs­träger zu erbrin­gende Reise­leis­tung inter­na­tio­nale Über­ein­kommen oder auf diesen beru­hende gesetz­liche Bestim­mungen, nach denen ein Anspruch auf Scha­dens­er­satz nur unter bestimmten Voraus­set­zungen oder Beschrän­kungen geltend gemacht werden kann, so kann sich der Veran­stalter gegen­über dem Reisenden auf diese Über­ein­kommen und die darauf beru­henden gesetz­li­chen Bestim­mungen berufen.

Hat der Reisende aufgrund desselben Ereig­nisses gegen den Veran­stalter Anspruch auf Scha­dens­er­satz oder auf Erstat­tung eines infolge einer Minde­rung zu viel gezahlten Betrages, so muss sich der Reisende den Betrag anrechnen lassen, den er aufgrund desselben Ereig­nisses als Entschä­di­gung oder als Erstat­tung nach Maßgabe inter­na­tio­naler Über­ein­künfte oder von auf solchen beru­henden gesetz­li­chen Vorschriften nach § 651p Abs. 3 BGB erhalten hat.

4.11 Pass‑, Visa‑, und Gesund­heits­be­stim­mungen

Wir stehen dafür ein, dass Kunden über Bestim­mungen von Pass‑, Visa- und Gesund­heits­vor­schriften vor Vertrags­ab­schluss sowie deren even­tu­elle Ände­rungen vor Reise­an­tritt unter­richtet werden.

Wir haften nicht für die recht­zei­tige Ertei­lung und den Zugang notwen­diger Visa durch die jewei­lige diplo­ma­ti­sche Vertre­tung, wenn der Reisende uns mit der Besor­gung beauf­tragt hat, es sei denn, dass die Verzö­ge­rung von uns zu vertreten ist.

Der Kunde ist verant­wort­lich für das Beschaffen und Mitführen der notwen­digen Reise­do­ku­mente, even­tuell erfor­der­liche Impfungen sowie das Einhalten der Zoll- und Devi­sen­vor­schriften. Alle Nach­teile, insbe­son­dere die Zahlung von Rück­tritts­kosten, die aus der Nicht­be­fol­gung dieser Vorschriften erwachsen, gehen zu seinen Lasten. Dies gilt nicht, wenn der Kunde durch den Veran­stalter schuld­haft nicht, unzu­rei­chend oder falsch unter­richtet wurde.

Der Reisende sollte sich zusätz­lich über Infektions- und Impf­schutz sowie andere Prophy­laxe Maßnahmen recht­zeitig infor­mieren; ggf. sollte ärzt­li­cher Rat zu Thrombose- und anderen Gesund­heits­ri­siken einge­holt werden. Auf allge­meine Infor­ma­tionen, insbe­son­dere bei den Gesund­heits­äm­tern, reise­me­di­zi­nisch erfah­renen Ärzten, Tropen­me­di­zi­nern, reise­me­di­zi­ni­schen Infor­ma­ti­ons­diensten oder der Bundes­zen­trale für gesund­heit­liche Aufklä­rung wird verwiesen. Unbe­rührt bleiben unsere gesetz­li­chen Infor­ma­ti­ons­pflichten.

4.12 Infor­ma­ti­ons­pflicht zur Iden­tität des ausfüh­renden Luft­fahrt­un­ter­neh­mens

Nach der EU-VO 2111/2005 ist der Veran­stalter verpflichtet, den Reisenden bei der Buchung über die Iden­tität der ausfüh­renden Flug­ge­sell­schaft sämt­li­cher im Zusam­men­hang mit der gebuchten Reise zu erbrin­genden Flug­be­för­de­rungs­leis­tungen zu infor­mieren. Steht die ausfüh­rende Flug­ge­sell­schaft noch nicht fest, ist zunächst die wahr­schein­lich durch­füh­rende Flug­ge­sell­schaft zu benennen und danach der Reisende entspre­chend zu infor­mieren, sobald die ausfüh­rende Flug­ge­sell­schaft fest­steht. Bei einem Wechsel der ausfüh­renden Flug­ge­sell­schaft hat der Veran­stalter den Teil­nehmer unver­züg­lich hier­über zu infor­mieren. Die Infor­ma­tionen über die ausfüh­rende Flug­ge­sell­schaft im Sinne der EU-VO 2111/2005 begründen keinen vertrag­li­chen Anspruch auf die Durch­füh­rung der Luft­be­för­de­rung mit der genannten Flug­ge­sell­schaft und stellen keine Zusi­che­rung dar, es sei denn, eine entspre­chende Zusi­che­rung ergibt sich aus dem Reise­ver­trag. Soweit es in zuläs­siger Weise vertrag­lich verein­bart ist, bleibt dem Veran­stalter ein Wechsel der Flug­ge­sell­schaft ausdrück­lich vorbe­halten. Die von der EU-Kommission auf der Basis der EU-VO 2111/2005 veröf­fent­lichte „gemein­schaft­liche Liste“ unsi­cherer Flug­ge­sell­schaften ist auf der Internet-Seite https://ec.europa.eu/transport/modes/air/safety/air-ban_de abrufbar.